Month: Oktober 2015

  • Schrittfolge

    Hin und wieder ist ein einzelner beherzter Schritt alles, was es zu wagen gilt. So wenig, möchte man meinen. In Wahrheit jedoch so viel mehr. Ein Schritt hinaus und hervor hinter all den nagenden Zweifeln, die landüber zwischen den lediglich beiläufig anmutenden Zeilen der eigenen Stille hausen und mal eben kopfüber hinein in dieses wildwassergleich…

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  • Wir könnten. Könnten wir?

    Wir könnten ja wieder mal rausgehen und uns verlieben. Oder zumindest irgend sowas wie ein wenig Freude empfinden am Leben. Nein, wir bleiben sitzen. Bleiben mit hängenden Schultern und bleiernem Blick auf Parkbänken sitzen und puhlen unsere Fingernägel in das bereits in die Jahre gekommene, reichlich morsche Holz. Irgendwann heben wir schliesslich die Köpfe, gerade…

  • Was wir gemeinhin »Liebe« nennen

    Dieses offenbar nie enden wollende, nicht selten bitterzart herzaufreibende Hin und Her zwischen »Oh, wie sehr du mich beflügelst!« und »…wäre unser Leben im Grunde nicht einfacher ohne einander?« Ich mag mich irren, aber womöglich macht eben dieses felsenfest schütterne Gleichgewicht an Verbindlichkeit, Aufrichtigkeit und fortwährend immerwährendem Zugeständnis jene ungreifbar zitterpappelflattrige Magie aus, die wir…

  • Bartresenmonologe

    Los, trink den Rotwein aus und hör mir zu. Das leere Glas wirst du brauchen, um sie enttäuscht auszuspucken, die Erinnerung an hier und jetzt, an dich und mich. Ich befürchte nämlich, mit ein klein wenig Abstand zwischen eben gerade und nein, dann doch eher nicht – sie wird dir nicht schmecken. Nicht so gut,…

  • Und dennoch

    Wenn aus Mittsommer Laubrascheln wird und die Tage in immer dichter werdendem Nebel verschwimmen, ist es mit einem Mal wieder da. Dieses leise Gefühl, das man bereits kennt, von dem man dennoch nie weiss, ob man es herbeisehnen oder fürchten soll. Dieses Gefühl, das mit geschmeidiger Stimme von Abschieden erzählt und davon, wie es sein…

  • »L’enfer, c’est…«

    Man teilt Gefühlslagen ein, wie man alles einzuteilen pflegt, heutzutage. In Schubladen zum Beispiel oder auf einer Konstante. Und so findet man sich denn auch zu jeder Zeit wieder, auf einer gefühlten Umlaufbahn um sich selbst kreisend, irgendwo zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Früher ging es dir ebenso. Du warst mal glücklich und mal…