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Die Wolken scheinen schneller vorüberzuziehen, wann immer wir hier sind. Vielleicht auch, wenn wir woanders sind – bloss, dann weiss ich nichts davon. Sie stehlen sich hinter Schornsteine und an Hausfassaden vorbei, am junigewandeten Abendhimmel, der sich weigert, irgendeine andere…
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Manchmal will ich sie nicht rausschicken und teilen. Manchmal will ich sie für mich behalten. Ungesagt, ungeschrieben, unvollendet. In anderen Fällen würde ich sie so gerne loswerden – jene Worte, die all die Gedanken und Emotionen beschreiben, die ich in…
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Ich pflege in Details zu denken, mich in Nebensächlichkeiten zu verlieren, ein bisschen zu tief zu empfinden. Seit ich mich erinnern kann, versuche ich abzustreifen, was mich im stets mitschwingenden Gefühl der Rastlosigkeit verankert, jener leisen aber bestimmten Ahnung davon,…
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Wenn ich still werde und damit mehr sage. Wenn sich die Tage über meine Wahrnehmung legen wie muffige Wolldecken und im selben Moment zu kurz und endlos scheinen. Wenn wir der Distanz zwischen uns die Hände reichen und jene weder…
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Es fühlt sich an, als würde das Meer sein Wasser in Richtung Horizont pressen, während das Lila des Himmels tiefer und tiefer sinkt, sich mehr und mehr verdichtet, um sich schliesslich müde zur Ruhe zu legen. Mein Blick verweilt –…
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»Ich hadere mit …« beschreibt die Konsequenz des eigenen Seins an manchen Tagen treffender als alles andere. Allzu oft fehlen mir Worte und deren Nachhall, ein notwendiges Mindestmass an Selbstverständlichkeit, das Gefühl tatsächlich da zu sein, Atempausen und mit ihnen…