Danke, mir fehlt nichts | Emma denkt.
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Blog

Danke, mir fehlt nichts

»Oh, ich glaube, mir fehlt
noch ein Text über die eine
oder andere Portion Mut…«
bemerkte sie stirnrunzelnd
und dachte nach.

Über Mut schwadronieren,
während man ein Leben führt,
in dem Angst die ach so
eingebildete Hauptrolle spielt –
haha, nette Idee.

Und dennoch war dies eine
Angelegenheit, über die sie
offen gesagt mehr
zu erzählen haben glaubte
als über manch anderes.

Vielleicht, da man im Laufe
eines von Furcht durchzogenen
Lebens Tag für Tag, rund
um die Uhr im vermeintlich
Kleinen Mut aufbringt…

…um morgens aufzustehen
und sich in dieses laute
Leben hinauszuwagen,
um mit anderen zu sprechen
und ihnen dabei einmal
kurz in die Augen zu sehen,
um am laufenden Band
Entscheidungen zu treffen,
von denen man nie mit
Sicherheit weiss, ob sie nun
»richtig« waren oder nicht,
um zögernd Schritt für Schritt
weiterzugehen, auch ohne
die Überzeugung tatsächlich
zu bestehen, um keinen
Versuch allzu lange auf sich
alleine gestellt zu lassen,
um trotz aller Anstrengung
und jedem Zweifeln weiterhin
darauf zu hoffen, dass
andauernd Mut für alles
Mögliche und Unmögliche
aufbringen zu müssen,
einen stärker macht
als das Gegenteil davon.

4+

Kommentare

  • Dani

    So viele Situationen, Dinge und Momente werden von vielen Menschen so selbstverständlich erlebt, getan und erfahren. Es gibt aber auch jene Menschen
    wie in deinem Text, in deren Leben Ängste eine immer begleitende und gegenwärtige Rolle spielen; in deren Leben dieses Selbstverständliche ihrem Gefühl nach unvorstellbar und vor allem als großes Hindernis empfunden wird. Diese Menschen, die den Mut aufbringen, sich all
    dem zu stellen und es trotzdem wagen, es zumindest versuchen, auch wenn man vielleicht scheitert, sind in meinen Augen ganz groß. Auf den Mut, im Kleinen und
    Großen! Immer wieder ❤️

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