»L'enfer, c'est...« | Emma denkt.
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»L’enfer, c’est…«

Man teilt Gefühlslagen ein, wie man alles einzuteilen pflegt, heutzutage. In Schubladen zum Beispiel oder auf einer Konstante. Und so findet man sich denn auch zu jeder Zeit wieder, auf einer gefühlten Umlaufbahn um sich selbst kreisend, irgendwo zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Früher ging es dir ebenso. Du warst mal glücklich und mal traurig, fühltest dich gestresst, zufrieden, aufgeregt, selig, ganz ok, unzufrieden, hoffnungsvoll, euphorisch, niedergeschlagen, munter, fröhlich, genervt, bekümmert, schwermütig, hin- und hergerissen, gelassen.

Nach und nach, beinahe unmerklich noch zu Beginn, verschwamm all das zu einem immer undefinierbareren Aquarell aus verwaschenen Farbschattierungen und fehlender Kontur. Man sieht es dem Bild noch heute an, da war beileibe kein Meister am imaginären Werk.

Heute ist das Alltag für dich. Nicht der Rede wert. Wenn andere neugierig bis bestürzt nachfragen, benennst du es lapidar als »Tag- und Nachtgleiche« in dir, die dein Leben bestimmt seit – ja, seit wann denn eigentlich…? So genau kannst du das selbst nicht recht sagen. Alles was du weißt, ist dass es bereits seit Längerem sein muss, denn es fühlt sich vertraut an, eingespielt, als ob auf dich persönlich zugeschnitten und passgenau verarbeitet.

Hin und wieder traut sich jemand mutig vor und fragt nach, ob du traurig darüber bist, wie es ist. Das ist beinahe ein wenig lustig, denn traurig bist du ja schliesslich nicht, bist du nie. Wirklich lustig ist allerdings ebenso wenig. Nie im Quadrat.

Einfach zu erklären ist das nicht. Versuchen wir es so: Im Grunde ist nichts mehr als bloss ein kleines bisschen so oder auch anders – und damit doch eigentlich beinahe okay.

Nicht wahr?

»Tag- und Nachtgleiche« im Herzen… Ich nenne es das Ende, du nennst es dein Dasein. Da sieht man mal wieder, was Glück alles sein kann. Emotionen bewusst und am eigenen Leib zu erleben, zum Beispiel. Gefühlsorkane, die einen hin und her wirbeln und mit zerzaustem Haar mittendrin stranden lassen – im Hier und Jetzt.

Wie oft beschweren wir uns schulterzuckend darüber – ach, all diese Launen und ständig wechselnden Stimmungen, das nie enden wollende Auf und Ab immerzu…

Auch wenn es hin und wieder ganz schön anstrengend sein kann – ein emotionaler Ausschlag nach oben links hier, gefolgt von zwei, drei gefühlsmässigen Schlenkern nach unten rechts da – meiner persönlichen Meinung nach ist das und nichts anderes »Leben«.

»Tag- und Nachtgleiche«, anyone…?

»L’enfer, c’est nous.«

[Allgemein zustimmendes Kopfnicken]

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