Was ist los mit dir? | Emma denkt.
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Was ist los mit dir?

Hey du, was ist los mit dir? Lose wie eilig zusammengebundene Haare, die sich bereits wieder entwirren, sobald man auf der Strasse steht. Fast so, als wollten sie sich nun mal nicht zusammentun, als wären sie zwar dummerweise allesamt an derselben Kopfhaut angewachsen, aber was heisst das denn schon? Zusammenhalt, ein Gefühl der Einigkeit? Ha. Von wegen.

Wie zum Teufel soll ich bloss irgendetwas in diesem Leben zustande bringen, frage ich mich immer öfter, wenn noch nicht einmal meine Haare das Gefühl ertragen, geordnet nebeneinander zu liegen. Ich weiß es nicht. Um ehrlich zu sein, weiss ich gar nichts. Um immerhin den Anschein zu erwecken, dass ich mir derartiges nicht gefallen lasse, vermute ich quasi kompensatorisch Stunde um Tag alles Mögliche.

Dass 1 + 1 elf gäbe, würde man einen Ball nur im richtigen Winkel von rechts her gegen den senkrechten Strich ballern. Dass Mondkrater nur da seien, damit sich der Mann im Mond vor neugierigen Blicken, die vom Planeten Erde zu jeder Zeit zu erwarten sind, verstecken könne. Dass Lieben einen Buchstaben mehr habe als Leben, da es gefühlt alles aufrundet (im Guten wie im Elenden).

Hey du, was ist eigentlich los mit dir? Los, sprich mir nach: Ich bin, was ich zu sein glaube. Oder nicht glaube.

Wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen Wahnsinn und Genie? Zwischen Leidenschaft und Manie? zwischen Leben und Leiden? Und weshalb interessieren uns mögliche Unterschiede so oft mehr und dringender als vorhandene Gemeinsamkeiten?

Alles, was du tun musst, ist atmen. Ein- und ausatmen und dich dabei mitnehmen. Und dann… was kommt dann?

Warum stellen wir immer wieder dieselben Fragen – jene, auf die wir schon häufiger keine Antworten bekommen oder selbst gefunden haben, als die Sonne am Himmel unterging und unsere stets leicht deformierten Überzeugungen mit ihr mit? Woher komme ich eigentlich und wohin gehst du, ohne mich? Sag, weshalb kann ich nicht mit?

Du schaust mich stirnrunzelnd an, legst den Kopf schief und fragst mit einem Blick, der mich zusammenzucken lässt: »Was ist eigentlich los mit dir?«

Ich antworte: »Ich weiss es nicht. Aber, was glaubst du, weshalb wohl hat Lieben einen Buchstaben mehr als Leben?«

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