Ein Text

Wärst du ein Text,
ich wäre vermutlich die Letzte,
die dich geschrieben hätte,
auch wenn ich die Erste
und Einzige sein wollte,
die dich in Worte fassen kann.
Für mich klingst du nach
Schachtelsätzen und
Atempausen, nach dem
einen treffenden Begriff,
der Abwesenheit
von Punkt und Komma.

Wärst du ein Text,
ich würde nicht müde,
dich zu lesen, könnte dich
im Schlaf rezitieren,
schriebe dich in
Schönschrift auf Papier.
Wort für Wort hörte ich dich
durch meine Gedanken wandern
als wären sie Schritte,
die ihren Weg kennen und
keinen Zweifel daran lassen,
dass ich ihn mitgehen kann.

5 Kommentare
Vorheriger BeitragNächster Beitrag

Kommentare

  • Stefan Geiger

    Oktober 14, 2020 at 15:01
    Reply

    Was Du so denkst, und uns regelmäßig mitteilst, vielen Dank dafür !!! Lieben Gruß aus Berlin in die Schwyzz!!! ❤

  • Michael

    Oktober 13, 2020 at 20:25
    Reply

    Ich lese und bin immer wieder fassungslos, dass so etwas möglich ist: nach dem Lesen aufzublicken, als tauchte ich auf aus einer Wirklichkeit voller Farben, Klängen, Düften und einem Hauch von Heimat.

Hinterlasse einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert