So etwas wie Zuversicht

Am Ufer stehen und
aufs Wasser hinausblicken,
während Gedanken durch
den eigenen Kopf strömen,
als wären sie plätschernde Bäche.
Bäche, die vielleicht zu
strudelnden Flüssen werden,
dereinst im Später.
Im Hier und Jetzt nirgendwo sonst
sein wollen, nichts anderes tun wollen
als dastehen, aufs Wasser blicken
und Gedachtes weiterziehen lassen,
wohin auch immer die Reise gehen mag.
Goldgefärbte Blätter leise
im Wind rascheln hören,
tief ein- und wieder ausatmen,
die Zeit dabei aussen vor lassen.
Und wenn irgendwann nichts mehr
da ist, woran zu denken wäre,
was sich vorstellen oder ausmalen lässt,
noch einige Minuten länger stehenbleiben
und aufs Wasser hinausblicken,
vielleicht auch hoch in den Himmel
oder die Baumkronen über einem.
Ein lange vermisstes Gefühl
von Ruhe empfinden, von Halt
und so etwas wie Zuversicht.

8 Kommentare
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Kommentare

  • Valea

    November 15, 2020 at 11:42
    Reply

    Nach Ruhe, Halt, Zuversicht und manchmal etwas mehr Liebe sehnend pickst mich heute das Lesen. Unter meiner Haut und tief drinnen. Wie gerne wollte ich in den letzten 2 Tagen raus über Wiesen schlürfen und am Rhein entlang. Sonnenstrahlen einfangen, […] WeiterlesenNach Ruhe, Halt, Zuversicht und manchmal etwas mehr Liebe sehnend pickst mich heute das Lesen. Unter meiner Haut und tief drinnen. Wie gerne wollte ich in den letzten 2 Tagen raus über Wiesen schlürfen und am Rhein entlang. Sonnenstrahlen einfangen, in meine Taschen packen und mitnehmen. Aber ich begreife, dass meine Zuversicht dem später gilt, weil das Hier und Jetzt einfach noch einen Moment dauert. Es werden nächste schöne Tage da sein und die gehören dann auch mir. Trotz allem genieße ich zu wissen, dass da draußen und überall Herzen wohnen, die eine Idee davon haben was es heißt ein Mensch zu sein. Wie immer....ein Danke von ♥️♥️ Read Less

    • Emma denkt.
      to Valea

      November 16, 2020 at 6:43
      Reply

      Ich danke dir für diese Zeilen, liebe Valea, sie haben mich erreicht und berührt. Merci fürs Hiersein und Mitlesen.

  • Stefan Geiger

    November 9, 2020 at 18:49
    Reply

    Es tut soo gut, in diesen grauen Zeiten in Deinen Worten so etwas wie Trost zu empfinden! Und ich denke in einer Art Solidarität in Deine Richtung, liebe Michele, Du Wortkünstlerin! Liebe Grüße aus Berlin im lockdown yours Stef […] WeiterlesenEs tut soo gut, in diesen grauen Zeiten in Deinen Worten so etwas wie Trost zu empfinden! Und ich denke in einer Art Solidarität in Deine Richtung, liebe Michele, Du Wortkünstlerin! Liebe Grüße aus Berlin im lockdown yours Stef 👍👏🙏❤ Read Less

    • Emma denkt.
      to Stefan Geiger

      November 9, 2020 at 19:41
      Reply

      Vielen Dank für deine lieben Worte, Stefan, ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich sende herzwarme Grüsse nach Berlin und wünsche dir viel Kraft.

  • Marion Hourle

    November 9, 2020 at 9:35
    Reply

    "Gedachtes weiterziehen lassen, wohin auch immer die Reise gehen mag .." deine Worte treffen auf meine Herzhaut, die ein wenig erbebt und sich dann gesehen fühlt, durch deine Herbstgedanken...🍂🧡🍁

  • Michael

    November 6, 2020 at 0:12
    Reply

    Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was Deine Texte mir bedeuten. Sie sind weit mehr, als nur schön und doch sind sie schön. Sie sind wie ein Teil von mir.

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